Die Sau raus lassen beim Wildsau Dirt Run

Rein in den Gatsch!

Jetzt wird’s dreckig! Eine neue Sportart erobert die Szene: Beim Dirt Run oder auch Mad Run genannt, darf man keine Angst haben, sich schmutzig zu machen. Der Hindernislauf der besonderen Art mit viel Schlamm und Dreck vereint Extremsport mit Gaudi und wird zurzeit vor allem in Österreich bei den „Wildsau Dirt Runs“ zelebriert.

Du stehst an der Startlinie, atmest tief durch, streichst dir noch einmal das Tütü glatt. Gerade hast du dich mit deinen Teamkollegen aufgewärmt. Um dich herum ein buntes Treiben, mehrere hundert Leute warten mit dir ungeduldig auf den Startschuss. Vor dir liegen 20 Kilometer unebene Strecke durch Wälder, über Wiesen, Flüsse, steile Hänge und rutschige Abhänge. Doch das reicht dir nicht. Du brauchst mehr Action. Zum Glück sind überall zusätzlich Hindernisse eingebaut, die das Level nochmal pushen. Es wird hart, es wird schmutzig, es wird ein Wildsau Dirt Run. Und du hast Bock drauf!

Wir haben Bock drauf! Der Wildsau Dirt Run (Foto: Ludwig Berchthold)
Wir haben Bock drauf! Der Wildsau Dirt Run (Foto: Ludwig Berchthold)

Teamgeist beim „Wildsau Dirt Run“ in Österreich

So und ähnlich geht es zu bei den Wildsau Dirt Runs. Ganz bestimmt ist es kein normales Rennen, denn hier werden die Teilnehmer nicht nur an ihre körperlichen Grenzen gebracht, gefordert sind neben Kondition und Ausdauer auch noch enorme Geschicklichkeit und eine ordentliche Portion Teamgeist. Denn die Hindernisse, die es zu bewältigen gibt, kann man nicht alle alleine meistern, hier und da ist man auf andere Wildsäue angewiesen.

Wie zum Beispiel bei der „Rampensau“. Dieses Hindernis besteht aus einer glitschigen Plastikfläche, die steil bergauf geht. Hier kommen auch die härtesten Wildsäue ins Rutschen. Gut, wenn man im Team unterwegs ist. Dazu muss man mindestens zu fünft und maximal zu zehnt sein. Dann sind die anderen Hindernisse, wie die Gatschrutschn, der Käfig oder der Wackelpudding, auch kein Problem mehr.

Die Wildsau in dir entdecken

Für die ganz harten Säue gibt es den 20-Kilometer-Lauf. Wer sich dem noch nicht gewachsen fühlt, ist auch mit der 10-Kilometer-Variante gut bedient und für die Frischlinge zum Reinschnuppern gibt es auch noch die Möglichkeit der 5-Kilometer-Strecke. Egal, bei welchem Kurs man mitläuft, es geht immer um das Eine: die wahre Wildsau in dir zu entdecken. Und natürlich um Spaß. Um Sport. Und um ganz viel Gatsch!

Wer die Ziellinie erreicht (in welchem Zustand auch immer), hat sich den Titel Wildsau redlich verdient und wird dafür mit einer Medaille belohnt. Die besten Teilnehmer dürfen sich sogar mit dem Titel der „Oberwildsau“ brüsten.

Mit Fliege und Tütü

Als zusätzliches Schmankerl gibt es mittlerweile auch eine Kostümwertung. Da die Teilnehmer immer wieder in den ausgefallensten Kostümierungen an den Start gehen, wird nun auch der Kreativität und dem hohen Styling-Aufwand mit verschiedenen Sachpreisen der gebührende Respekt gezollt. Eine kleine Auswahl der verrücktesten Outfits gibt’s in der Galerie zu sehen!

Und wie geht Wildsau noch härter? Erfahrt es auf der nächsten Seite!