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South America Goes Outdoor – 8 | Laguna 69

Station 8: Laguna 69, Perú:
Außer Atem, Höhenkollaps, tiefstes Türkis und Nacktbaden auf über 4.600 Metern. Aber halt, wie sind wir hierhin gekommen?

Mit der besten Freundin auf Entdeckungsreise in Südamerika – ein Traum, den wir uns im Sommer 2014 erfüllten. Gemeinsam bereisten wir Ecuador, Peru, Bolivien und Chile in weniger als drei Monaten. Und als Naturliebhaber kamen wir natürlich nicht umhin, das üppige Outdoor-Angebot wahrzunehmen. Auf unserer Reise kannst du uns zu insgesamt 12 Stationen begleiten!

Vom Meer hatten wir erst einmal genug. Nachdem wir die salzigen Wellen Máncoras gesurft und mit den Riesenschildkröten geschwommen waren, zog es uns wieder in Richtung Berge. Mit dem nächsten Bus fuhren wir in südöstliche Richtung und stiegen 20 Stunden später in Huaraz wieder aus. Angeblich sollte es hier wunderschöne mehrtägige Wandertouren durch die Anden geben.

So sieht Höhenkollaps aus! Kein Wunder - Die Stadt Huaraz befindet sich auf über 3.000 Metern.
So sieht Höhenkollaps aus! Kein Wunder – Die Stadt Huaraz befindet sich auf über 3.000 Metern.

Höhenkollaps

Unglücklicherweise hatten wir die Rechnung ohne den Höhenunterschied gemacht. Máncora hat logischerweise Meereshöhenniveau, Huaraz hingegen liegt auf über 3.000 Metern. So wackelten wir schon kurz nach unserer Ankunft mit den Ohren: Übelkeit, Schwindel, Erkältungserscheinungen.

Doch davon wollten wir uns nicht abhalten lassen. Schon am nächsten Tag machten wir uns auf, bei einer der zahlreichen Agenturen eine mehrtägige Wandertour zu organisieren.

Und wieder kam uns die Höhe in die Quere. Freundlich wurde uns in der Agentur erklärt, dass man in Höhen von 4.000 bis 5.000 Metern nicht so ohne Weiteres herumspazieren könne. Vielmehr müssten wir jeden Tag ein bisschen höher, um uns langsam an die Luft- und Druckverhältnisse zu gewöhnen.

Wer aber nur zwei Monate Reisezeit hat, kann sich solche langatmigen Übungen nicht leisten. Also machten wir einen Kompromiss: nur einen Tag wandern, dafür aber zum schönsten Ziel in der Gegend!

Die Laguna 69

Auf Anraten der Agentur entschieden wir uns für eine eintägige Wandertour zu der berühmten Laguna 69. Woher der Name kommt, haben wir nie heraus gefunden, denn eigentlich liegt die türkisfarbene Berglagune auf über 4.600 Metern. Wunderschön sollte es dort immerhin sein und eine schöne, machbare Route für leicht angeschlagene Abenteurer wie uns.

Also los, zuerst mit dem Bus über romantische Bergstraßen bis hinauf zum Basislager der Agentur. Hier waren schon Zelte aufgebaut und Maultiere grasten friedlich auf den Bergwiesen. Von hier aus starteten auch die mehrtägigen Routen. Wir schnürten die Schuhe und starteten die Wanderung.

Dünne Luft

Um uns herum breitete sich die herrlichste Berglandschaft aus: zerklüftete Felsen ragten in den Himmel, teilweise zerschnitten von Wasserfällen. Dazwischen tummelten sich die verschiedensten Blumen- und Bromelien-Arten, Kühe und Bergponys grasten frei an den Hängen.

Staunend blickten wir uns um beim Wandern, Und obwohl wir stetig bergauf marschierten, kamen wir irgendwie nicht so recht voran. Wir keuchten und schwitzen und überprüften immer wieder die bisher zurück gelegte Strecke. Ernüchternd. Wie in Zeitlupe krochen wir den Berg hinauf. Und wir gehörten noch zu den Schnelleren.

Das lag natürlich wieder an der schwindelnden Höhe. Mittlerweile befanden wir uns auf knapp 4.000 Metern, da wird die Luft schon deutlich dünner. Also immer schön langsam, ein Schritt nach dem anderen, ab und zu ein Päuschen und lieber die Umgebung ausgiebig bestaunen, anstatt auf halbem Weg zusammenzubrechen.

Nackt baden auf 4.600 Metern Höhe? Mehr darüber erfährst du auf der nächsten Seite!

Tags : Laguna69PeruWandern

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