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Speedriding – Pionier Ueli Kestenholz erklärt das 3D-Abenteuer

Bist du schon mal in eine brenzliche Situation mit deinem Schirm gekommen?
Anders als beim Snowboarden gehe ich beim Speedriden selten an meine Grenzen. Der Sport macht auch mit 80% Prozent Thrill extrem viel Spass und sieht spektakulär aus. So schmerzt es kaum, eine solide Sicherheitsreserve einzubauen. Insofern hatte ich noch nie eine wirklich brenzlige Situation. Dass es mal etwas enger wird oder ich die geplante Linie anpassen musste gab es natürlich schon. Genau dafür hat man ja auch den Plan B und die Option, bei turbulentem Wind einfach vom Gelände weg zu fliegen.

Ganz auf Null lässt sich das Restrisiko dieses Sports sicher nicht drücken. Im Dezember verunglückte Armin Holzer bei einem Flug in den Sextener Dolomiten. Wie gehst du mit solchen Schicksalsschlägen um?
Bereits früh in meiner Speedriding-Karriere sind zwei gute Freunde verunglückt. Das war natürlich eine harte Erfahrung und ich hinterfragte natürlich mein Tun. Bei diesen Tragöden ist für mich immer wichtig zu verstehen, was genau die Ursachen dieser schlimmen Unfälle waren. Es ist nämlich absolut notwendig, von Unfällen zu lernen und sich selber immer wieder zu hinterfragen, wann und warum man etwas macht. Es ist zudem essentiell „Nein“ sagen zu können, wenn die Verhältnisse oder das Bauchgefühl nicht stimmen!

Das Spiel zwischen Freeriden und Fliegen ist das interessantese am Fpeedflying... ©Marc Weiler
Tags : Ueli Kestenholz

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