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Speedriding – Pionier Ueli Kestenholz erklärt das 3D-Abenteuer

Speedriding vereint Paragliging mit dem Freeriden – die Profis sprechen da gerne vom dreidimensionalen Riding. Wir haben Pionier Ueli Kestenholz nach seiner Leidenschaft befragt.

Hi Ueli, magst du uns zu Beginn erst noch einmal kurz erklären, was Speedriding eigentlich ist und was dich an dieser Sportart so reizt?
Für mich ist Speedriding nichts anderes als dreidimensionales Freeriden – also das Fahren im unverspurten Gelände mit Hilfe eines kleinen Schirms. Dieser ist so klein wie möglich und groß wie notwendig, um mich noch über Felsabbrüche oder Gletscherspalten zu tragen ohne aber mein Riding zu stören – so als ob er einfach zu mir gehört. Fast so, als ob ich anstelle von Stöcken einfach die Bremsgriffe des Schirms in den Händen halten würde. Mit Speedriding-Schirmen kann ich mir Lines erschließen, die ohne Auftrieb wegen ihrer Felsabbrüche vorher unfahrbar waren – wie beispielsweise meine Erstbefahrung des Matterhorns.

Gibt es bei diesen speziellen Schirmen auch signifikante Unterschiede? Und was gehört sonst noch zu deinem Set-up, wenn du von einem Gipfel fliegst… oder eben fährst.
Neben der augenscheinlichen Kenngröße – nämlich der Fläche der Schirme – unterscheiden sich die Modelle der verschiedenen Hersteller deutlich. Ich fliege jetzt schon seit einigen Jahren mit Schirmen von SWING, einem deutschen Hersteller. Diese sind extrem Vielseitig und zeichnen sich durch ein sehr angenehmes Handling aus, das ich bei steiler wie auch bei flacher Trimmung – also wenn bei Bedarf ein optimales Gleiten benötige – abrufen kann. Ansonsten habe ich wie beim normalen Freeriden mit meinem Snowboard immer ein LVS, Schaufel und Sonde dabei. Das Leichtgurtzeug und sogar der Schirm passen übrigens locker in meinen Dakine Rucksack rein. Momentan bin ich auf 186er BMT’s von Völkl unterwegs. Die passen perfekt zum Speedriding, weil sie mit ihrer Karbon-Konstruktion sehr leicht sind und durch den Rocker spielerisch zu fahren sind.

Nach dem Ausstieg scharf rechts und einmal an der Leine zupfen... so sieht ein Warm-Up Run aus © Marc Weiler
Tags : Ueli Kestenholz

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