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Paragliding über dem Mont Blanc

Der Mont Blanc fasziniert. Beeindruckt. Überragt. Und ist jetzt zum ersten Mal Schauplatz von spektakulärem Paragliding geworden, wie es die Welt so noch nie zuvor gesehen hat.

Mont Blanc – Der „Verfluchte Berg“

Das Denkmal für die beiden Erstbesteiger in Chamonix | Foto: www.olafrieck.de
Das Denkmal für die beiden Erstbesteiger in Chamonix | Foto: www.olafrieck.de

Es ist der höchste Gipfel der Alpen, 4.810 Meter über dem Meer. Ein beeindruckender Anblick, der sich je nachdem von wo man auf den Berg blickt, völlig verändert. Im Norden erscheint er rundlich und vom Gletscher überzogen, im Süden schroff und von steilen Granitwänden geprägt. Er galt als „Verfluchter Berg“, dementsprechend lange dauerte es bis zur Erstbesteigung. Am 7. August 1786 sicherten sich Jacques Balmat und Michel-Gabriel Paccard einen Eintrag ins Geschichtsbuch, als sie als erste auf den Gipfel des weißen Bergs traten.

Paragliding per D-Bagging

Mehr als 200 Jahre nach der Erstbesteigung haben sich erneut ein paar Waghalsige daran gemacht, am Mont Blanc Grenzen zu übersteigen, oder in diesem Falle eher zu überfliegen. Tim Alongi, Francois Ragolski und Martin Schricke stiegen an einem strahlenden Sonntag im April mit ihren Schirmen in einen Red Bull-Heli, der sie bis auf 700 Meter über dem Gipfel brachte. Um direkt aus dem Hubschrauber starten zu können, bedienten sich die drei des sogenannten „D-Baggings“, eine Ausstiegs-Form, die bei Zuschauern für Herzklopfen und schwitzige Handflächen führt und auch für die Paraglider nicht ungefährlich ist. Hierbei wird der Schirm in einen Sack gepackt, der vom „Drop Master“ gehalten wird, während der Paraglider hinausspringt und den Schirm aus dem Sack zieht. Ist der Schirm nicht perfekt gepackt, kann es schnell ungemütlich werden.

Francois Ragolski beim D-Bagging | Foto: Red Bull
Francois Ragolski beim D-Bagging | Foto: Red Bull

Nach dem spekatulären Ausstieg ging es genau so spektakulär weiter. Starke Winde, die bei Bergsteigern in der Regel dazu führen, den Aufstieg abzubrechen, ermöglichte den drei, tatsächlich über den Gipfel zu fliegen. Es muss ein unbeschreibliches Gefühl zu sein, hier zu fliegen. Wer es nicht selbst gemacht hat, kann nur schwer nachvollziehen, was dabei in einem passiert. Aber zum Glück haben die drei Jungs ihre Kameras dabei gehabt und wir können die atemberaubenden Bilder genießen.

Gesehen bei: Red Bull

Tags : ParaglidingRed Bull

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