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South America Goes Outdoor – 5 | Baños

Station 5, Ecuador, Baños:

Ein Wallfahrtsort zu Füßen eines aktiven Vulkans, ein Bailando-Team, wildes Wasser und ein lebensgefährlicher Moment unter Wasser. Aber halt – wie bin ich hierhin gekommen?

Mit der besten Freundin auf Entdeckungsreise in Südamerika – ein Traum, den wir uns im Sommer 2014 erfüllten. Gemeinsam bereisten wir Ecuador, Peru, Bolivien und Chile in weniger als drei Monaten. Und als Naturliebhaber kamen wir natürlich nicht umhin, das üppige Outdoor-Angebot wahrzunehmen. Auf unserer Reise kannst du uns zu insgesamt 12 Stationen begleiten!

Von der letzten Station noch im Wassermodus, kamen wir in dem Städtchen Baños an, mitten in den Bergen gelegen und auch ganz in der Nähe des noch aktiven Vulkans Tungurahua. Baños zwängt sich in 1.800 Metern Höhe auf eine Talsohle zwischen hohen Gipfeln und tiefen Schluchten. Ursprünglich ein Wallfahrtsort zur Jungfrau des heiligen Wassers kommen mittlerweile hauptsächlich Touristen an diesen Ort. An jeder Ecke gibt es alternative Bars und Läden, viele Agenturen bieten verschiedene Sportarten an, und wer es gemütlich mag, der kann sich in einer der unzähligen Wellness-Tempel günstig massieren lassen.

Wildwasserrafting bei Baños

Aber wir wollten es nicht gemütlich, ganz im Gegenteil! Uns schwebte eine möglichst wilde Raftingtour vor, und so begaben wir uns gleich nach der Ankunft zu einer der vielen Agenturen. Schnell hatte sich eine Gruppe von mehreren Leuten gebildet, die das Gleiche im Sinn hatten, wie wir. Am nächsten Morgen trafen wir uns wieder, Boote und Ausrüstung wurden in die Busse verladen, dann fuhren wir zu einer geeigneten Einstiegsstelle des nahe gelegenen Flusses Pastaza. Unterwegs sammelten wir immer wieder Leute ein, die sich auch für die Tour angemeldet hatten.

Safety First

Am Fluss direkt bekam jeder ein Paddel, Helm und Schwimmweste. dann folgte das obligatorische Safety-Training. Während uns die Mücken die nackten Beine zerstachen, wurden wir angewiesen, wie man richtig paddelt, welche Befehle des Steuermanns was bedeuten und was im Falle eines Flip Over zu tun ist. Dann warteten wir lange, bis alle Schlauchboote aufgepumpt und überprüft worden waren.

Bei der Gelegenheit lernten wir die anderen Leute aus der Gruppe kennen. Als wir dann auf einzelne Boote verteilt wurden, saßen wir schließlich in einem Boot mit einem ecuadorianischen Guide und zwei Jungs aus Argentinien, so waren wir also zu fünft. Ein Team-Name fehlte uns noch, und da uns von der Fahrt noch das Radiolied „Bailando“ von Enrique Iglesias im Ohr war, nannten wir uns kurzerhand „Team Bailando“. Das Lied wurde im Flusseinsatz auch fleißig gesungen.

Der Pastaza Fluss eignet sich optimal für Rafting-Touren (Foto: Ondřej Žváček)
Der Pastaza Fluss eignet sich optimal für Rafting-Touren (Foto: Ondřej Žváček)

Endlich auf den Fluss

Endlich auf den Fluss. Das Wetter war bewölkt, aber nicht zu kalt, der Fluss relativ ruhig. Irgendwie zu ruhig. Wir hatten eine wildere Tour erwartet. So hatten wir allerdings Zeit, uns an die spanisch ausgesprochenen Befehle zu gewöhnen. Links, rechts, schneller, Paddel hoch, Paddel ins Boot und so weiter. Adelante, Adelante! Und weil wir sonst nicht viel zu tun hatten, entstand schnell ein Wasserspritz-Krieg zwischen den Schlauchbooten.

Schließlich war die Langweile aufgrund fehlender Stromschnellen doch so groß, dass die Guides folgenden Vorschlag machten: Um für den „Ernstfall“ zu üben, sollten wir unsere Boote einmal komplett umkippen, und zwar in einem Bereich mit etwas mehr „Wildwasser“.

Fast ertrunken! – Was dann geschah, erfahrt ihr auf Seite 2.

Tags : BañosEcuadorRafting

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