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Mit dem Land Rover von Hamburg bis nach Afrika

Mal ehrlich, wie oft träumst du davon, einfach alles hinzuschmeißen? Den Job, den Alltag, das 0815-Leben? Lena Wendt und Ulrich Stirnat haben genau das getan und sind mit ihrem alten Land Rover nach 22 Monate in Westafrika angekommen. Jetzt soll ihr Abenteuer ins Kino kommen.

„Ursprünglich wollten wir in sechs Monaten von Hamburg bis Südafrika fahren“, erzählt Ulli, der in seinem alten Leben Medizintechnik-Ingenieur war. „Dort sind wir nie angekommen.“ Bereits im ersten afrikanischen Land, Marokko, gefällt es den beiden Norddeutschen so gut, dass sie erst einmal knapp drei Monate dort bleiben. „Es war einfach überall so schön, dass es eine absolute Beleidigung gewesen wäre, da nur durchzurauschen“, erklärt Lena.

Ulli ausnahmsweise mal nicht unter dem Auto, sondern auf den Wellen Liberias.
Ulli ausnahmsweise mal nicht unter dem Auto, sondern auf den Wellen Liberias.

Reisen ist nicht gleich Urlaub

Während Ulli die meiste Zeit mit Autoreparaturen verbrachte, hielt die Journalistin Lena die Eindrücke unter der afrikanischen Sonne auf Film und Video fest. Von Surfaufnahmen auf endlosen Wellen über Begegnungen mit schwarzer Magie bis hin zu lebensbedrohlichen Ereignissen: So entstand die Reisedokumentation „Abgefahren“, die nun mit einer Crowdfunding-Kampagne auf sich aufmerksam macht. „Dieser Film ist ein Herzensprojekt. Wir möchten Afrika etwas zurückgeben“, erzählt Lena. „Wir wollen den Spirit Westafrikas  fernab von der Klischeeberichterstattung verbreiten. Und dabei wollen wir euch mitnehmen – nach Hause zu den wunderbaren Menschen, die uns begegnet sind, euch an unseren schönsten und schrecklichsten Momenten teilhaben lassen und euch Mut machen, egal welchen Traum ihr habt, diesen zu verfolgen.“

Lena vor dem grünen "Grand Canyon" Guineas in Douki.
Lena vor dem grünen „Grand Canyon“ Guineas in Douki.

Buschtoilette? Nein, danke!

Interessant macht dieses Projekt, dass zwei völlig unterschiedliche Menschen auf ein und diesselbe Reise gehen. „Wir sind grundverschieden und nehmen Dinge und Situationen ganz unterschiedlich war“, erzählt Ulli. „Ich bin ein Mensch, der am liebsten immer alles vorher genau plant und auch einen gewissen Komfort noch nie unterschritten hat. Ich hatte bereits nach der ersten größeren Panne und angesichts einer Buschtoilette zu Anfang die Schnauze voll“, meint er lachend. „Das ging mir manchmal ganz schön auf den Keks, da ich mich am liebsten erstmal in alles reinstürze und hinterher gucke, was passiert“, erzählt Lena. „Dass am Ende immer alles gut wird, habe ich bereits auf früheren Reisen gelernt, Ulli musste das erstmal am eigenen Leib erfahren.“

Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, wo und wann ihr den Film der beiden sehen könnt!

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