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Island – Hart aber herzlich

Cyril: "Eiki ist einer der unterbewertesten Street-Snowboarder dieser Tage. Er ist so technisch auf seinem Board unterwegs, dass viele überhaupt nicht mitbekommen, was für krasse Tricks er da eigentlich macht. Eiki ergeht es heute ähnlich wie früher dem jungen Peter Line, dessen Tricks selten zum Erfolg bei den Judges geführt haben, weil sie die neuen Tricks schlichtweg nicht verstanden bzw. bewerten konnten."
Cyril: „Eiki ist einer der unterbewertesten Street-Snowboarder dieser Tage. Er ist so technisch auf seinem Board unterwegs, dass viele überhaupt nicht mitbekommen, was für krasse Tricks er da eigentlich macht. Eiki ergeht es heute ähnlich wie früher dem jungen Peter Line, dessen Tricks selten zum Erfolg bei den Judges geführt haben, weil sie die neuen Tricks schlichtweg nicht verstanden bzw. bewerten konnten.“

All den Extremen zum Trotz, verstecken sich unter dem rauen Fell der Isländer die hilfsbereitesten und herzlichsten Menschen. In Reykjavik kann es durchaus passieren, dass euch ein großer, tätowierter Mann mit Vollbart aus dem Nichts euer Parkticket bezahlt, weil ja bald Weihnachten ist und man Gutes tun soll. Vielleicht lädt euch auch eine wildfremde Frau zum Tee in ihr Haus ein, denn ihr friert ja bestimmt da draußen! Oder der Baggerfahrer in Akureyri hilft euch mit seiner Maschine beim Bau einer Landung, weil das ja viel schneller geht, als wenn ihr das mit euren Schaufeln bauen müsst. Auf Island muss man auch einem Fremden in jeder Situation aushelfen, denn im nächsten Augenblick könnte man schon selber derjenige sein, der auf Hilfe angewiesen ist. Es ist genau diese Mentalität, die das Land im Zuge des Bankenkollapses wieder auf die Füße brachte und Island vor einem Staatsbankrott bewahrte. Die Bevölkerung blieb gelassen und nahm die Einschränkung der verordneten Sparmaßnahmen in Kauf. Geld ist relativ im Angesicht der Natur, und hier im hohen Norden steht die Natur über allem. Dieses Aufeinandertreffen der Extreme kann bedrohlich wirken, es ist aber in erster Linie faszinierend und aufregend. Es ist inspirierend zu beobachten, wie die Isländer sich in echter Wikingermanier allen widrigen Umständen stellen, beim Snowboarden wie im alltäglichen Leben und dabei ihre gute Laune bewahren.

„Beim Street-Snowboarden brauchen die Fahrer oft viele Versuche, um einen Trick zu stehen. Ich liebe das, da es mir als Fotograf die Möglichkeit gibt, neue Winkel und Konzepte auszuprobieren, nachdem das erste gute Foto im Kasten ist.“

Wer also auf ein Abenteuer der anderen Art aus ist, dem kann man die Insel im Nordatlantik nur ans Herz legen. Ihr werdet hier keine Tiefschneehänge bei Sonnenschein vorfinden, dafür aber mit offenen Armen und viel Herzlichkeit im langen dunklen Winter Islands empfangen.

Tags : Island

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