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Island – Hart aber herzlich

Cyril: "Kevin und Tor filmten vergangene Saison zum letzten Mal für ihr Projekt der BYND X MDLS-Serie. An diesem Spot landete Kevin mit einem Backside 270° to Boardslide einen Banger, bevor sich Tor den Arm an der Skulptur durch die Jacke hindurch so böse aufschnitt, dass wir die Session abbrechen und ins Krankenhaus nach Reykjavik fahren mussten."
Cyril: „Kevin und Tor filmten vergangene Saison zum letzten Mal für ihr Projekt der BYND X MDLS-Serie. An diesem Spot landete Kevin mit einem Backside 270° to Boardslide einen Banger, bevor sich Tor den Arm an der Skulptur durch die Jacke hindurch so böse aufschnitt, dass wir die Session abbrechen und ins Krankenhaus nach Reykjavik fahren mussten.“

Dieses Leben der Extreme spiegelt sich im Alltagsleben der Isländer wider und in unserem Fall kommt dies bei den heimischen Snowboardern sehr offensichtlich zum Vorschein. Halldor Helgason darf als Paradebeispiel gelten, seine Einstellung zum Leben, ob auf dem Brett oder an der Bar, kennt nur ein ganz oder gar nicht. Und ob man nun seinen Bruder Eiki oder den dritten im Bunde der Crew aus Akureyri, Gulli Gudmundsson, als Beispiel aufführt, es ergibt sich dasselbe Bild. Auch die legendäre Crew „Barf Bags“ aus Reykjavik ist stürmisch und unberechenbar, eben genau wie die Winde, die über das Land fegen. Denn Snowboarden ist genauso rau und unbarmherzig wie alles andere hier oben. Es spielt sich in den Straßen der Hauptstadt Reykjavik oder in Akureyri ab, dem Heimatort der Helgasons im Norden der Insel. Anstelle von weichem Pulverschnee gibt es Metallgeländer und Ledges aus Beton. Diesen werden während der drei Stunden Tageslicht unter Schwersteinsatz von Schweiß, blutigen Schürfwunden und immer wieder auch unter Tränen, ein oder zwei Tricks abgekämpft. Und wenn die lange Nacht hereinbricht, wird per Generator und Lampen der Dunkelheit getrotzt, um in der klirrenden Kälte noch ein zwei weitere Tricks machen zu können.

Cyril: "Das Tageslicht in Island ist zwar nur von kurzer Dauer, dafür zeigt es sich oft in wunderschönen und abwechslungsreichen Lichtstimmungen. Während der drei oder vier Stunden Helligkeit klettert die Sonne nur knapp über den Horizont, der Sonnenaufgang geht direkt in den Sonnenuntergang über. Dieses Foto von Eiki entstand vormittags um 11 Uhr."
Cyril: „Das Tageslicht in Island ist zwar nur von kurzer Dauer, dafür zeigt es sich oft in wunderschönen und abwechslungsreichen Lichtstimmungen. Während der drei oder vier Stunden Helligkeit klettert die Sonne nur knapp über den Horizont, der Sonnenaufgang geht direkt in den Sonnenuntergang über. Dieses Foto von Eiki entstand vormittags um 11 Uhr.“

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker, wenn die Stadt noch in der Dunkelheit schlummert, denn der nächste Spot muss bei Anbruch des Morgengrauens einsatzbereit sein. Wenn man eine Woche Snowboarden in den Straßen Islands überstanden hat, wenn der Körper ausgelaugt und müde ist, wenn alle Glieder schmerzen und sich jeder normale Mensch nach Entspannung, Ruhe oder Wellness sehnt, werden in Island die gestandenen Tricks der vergangen Woche an der Bar nochmals „gelandet” – und dieses Ritual dauert traditionell so lange, bis auch der Letzte nicht mehr in der Senkrechten aus der Bar kommt.

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Tags : Island

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