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Freeski Road Trip von Vancouver nach Haines

Tag drei

Wir rollen seit Tagen durch die Natur – gewaltige Landschaften, die von Draht umgeben und mit Holz­hüt­ten ge­sprenkelt sind. Unsere Ski sind tief in den SUV vergraben. Wahrscheinlich werden wir sie nie mehr wiedersehen: weit und breit kein Powder in Sicht. Aber wir rasen weiter, den Horizont im Blick, nur unterbrochen durch breite Streifen von Kie­fern­wäl­dern. Als wir Smithers erreichen, fallen die Schatten lang und hart auf die kalte, aufgerissene Betonstraße. Der Himmel brennt blutrot, als die Sonne am Horizont versinkt.

Morgens die Skier aus dem verschneiten Audi kramen und rein in den Heli
Morgens die Skier aus dem verschneiten Audi kramen und rein in den Heli

Am nächsten Morgen graben wir die Ski aus den Audis und laden sie in einen Helikopter. Minuten später sind wir wieder allein. Endlich stehen wir auf unseren Skiern und auf einem ­wunderschönen Kamm, den ich auf keiner Karte fände, egal wie lange ich suchen würde. Die Schneeverhältnisse sind nicht berauschend, aber das Grinsen in unseren Gesichtern ist breit. Wir ziehen schnelle Turns auf dem harten, kalten Schnee und sind einfach nur glücklich.

Jeremie Heitz in gewohnter Full-Speed Manier
Jeremie Heitz in gewohnter Full-Speed Manier

Nach der ewig langen Au­tofahrt erkunden wir die neue Nachbarschaft und vertreten uns die Beine. Unten in der Stadt suche ich im Tim Hortons, diesem kanadischen Tempel des Zuckers, etwas Essbares und flüchte dann raus zu den Jungs. Ich finde sie in eine tiefe Diskus­sion versunken wie ein paar Kids, die in einer Gasse miteinander spielen. Selbst­vergessen disputieren sie über un­fahr­bare Superhelden-Lines in den schwarzen Ber­gen über der Stadt.

Tags : audiFreeride World TourhainesRoad Tripvancouver

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