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Doppelmayr – Mit 390 Metern am Arlberg fing alles an

2002: Fusion von Garaventa und Doppelmayr

Die beiden führenden Seilbahnhersteller schlossen sich 2002 zusammen. Die beiden Hauptstandorte der neuen Firma waren von nun an Goldau in der Schweiz und Wolfurt in Österreich. Das Stammwerk in Wolfurt diente seitdem als weltweites Kompetenzzentrum für Umlaufsysteme (Gondel- und Sesselbahnen) und Goldau als Kompetenzzentrum für Pendel- und Standseilbahnen.

2008: Rekordseilbahn von Whistler Mtn. nach Blackcomb Mtn.

Die Doppelmayr/Garaventa-Gruppe war und ist nicht nur für Projekte im Alpenraum zuständig, sondern wird auch für besonders herausfordernde Aufträge überall auf der Welt herangezogen. Dieses Überseeprojekt in Kanada ist bis heute eines der bedeutendsten der Firmengeschichte, denn es verbindet die beiden Gipfel des Whistler und Blackcomb Mountain. Eine echte Sensation und es verwundert nicht, dass der Bau der Seilbahn mit zwei Einträgen ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen wurde. Das Seilfeld ist zur Zeit der Errichtung mit 3.024 Metern das mit Abstand größte der Welt. Rekord Nummer zwei wurde mit dem maximalen Bodenabstand von 436 Metern erreicht. Als wäre das noch nicht genug, sind die Gondeln der Bahn mit Glasböden versehen und ermöglichen den Passagieren einen unvergleichlichen Blick.

2014: Größtes urbanes Seilbahnnetz der Welt in Bolivien

La Paz in Bolivien liegt auf einer Höhe von 3.200 bis 4.100 Metern und damit der höchstgelegene Regierungssitz der Welt. Die Stadt El Alto, die einige Jahre zuvor noch ein Stadtteil von La Paz war, befindet sich auf einer Hochebene im Westen. Um die Mobilität zwischen den beiden Städten zu gewährleisten, entschied sich die bolivianische Regierung dafür, die beiden Städte mit einem Seilbahnnetz miteinander zu verbinden. Drei Seilbahnlinien, bestehend aus insgesamt sechs kuppelbaren Gondelbahnen mit elf Stationen, bilden das knapp zehn Kilometer lange Seilbahnnetz. Die verschiedenen Linien sind rund 17 Stunden pro Tag in Betrieb und transportieren ca. 3.000 Personen pro Stunde und Richtung. Damit besitzt La Paz das größte urbane Seilbahnnetz der Erde.

Wenn ihr also das nächste Mal in einem Lift oder einer Gondel sitzt, überlegt kurz, wie viele lustige, seltsame und erinnerungswürdige Momente ihr schon in diesen Kabinen und Sesselbahnen erlebt habt. Und freut euch, dass ihr von eurem Tag auf dem Berg dank dieser Erfindung so viel wie möglich rausholen könnt.

Aus: Prime Snowboarding Magazine #14

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