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Die Pistenraupe – 400PS Hightech am Berg

Die Pistenraupe – wenn abends die Lifte ihren Betrieb einstellen, dann rollt sie aus der Garage und bringt Pisten und Parks wieder in Form. Wir räumen hier mit vier Vorurteilen auf, die immer in Bezug auf diese PS Monster die Runde machen. Also aufgepasst!

Wer kennt das nicht? Man steht spät­abends in der Dämmerung auf dem Balkon, zieht genüsslich an der Kippe und oben am Berg sieht man in der Ferne vie­le kleine Lichter, die über die nächtlichen Pisten kriechen: die Pistenbullys. Oft denkt man sich doch: „Die armen Schweine…“ Gemeint sind die vermeintlich zu bemit­lei­den­den Pistenbully-Fahrer. Doch sind diese wirklich so schlecht dran?

Nun gut, dafür würde sprechen, dass sie zu Zeiten ar­bei­ten müssen, in denen die meisten von uns nur noch das Feierabendbier und die Nacht­planung im Kopf haben. Dagegen spricht definitiv ihr Arbeitsplatz! Da muss nämlich alles stimmen, um den Fahrer oder die Fahrerin bei Laune zu halten. Jeder, der mal im Cockpit einer solchen Hightech-Maschine saß, kann sicherlich bestäti­gen, dass es dort unheimlich komfortabel ist. Hightech herrscht nämlich nicht nur bei der Karosse und den äußeren Tools vor, sondern auch im Inneren. Das Cockpit einer Boeing hat kaum mehr zu bieten als beispielsweise das eines „Leitwolf“ der Firma Prinoth. Auf Nachfrage bei Prinoth wurde uns erzählt, dass die Fahrer in den Ge­bieten regelrecht enttäuscht seien, wenn sie nach der Schicht ins eigene Auto steigen müssten, um den Heimweg anzutreten.

Schwarzer Schnee ist ein Gerücht

Bei über 400 Pferdestärken, die solch eine Prinoth-Pistenraupe antreiben, ist es mit den Vorwürfen der Umweltverschmutzung nicht weit her. Vor allem in der Vergangenheit hielten sich vehement Gerüchte, dass Pistenbullys aufgrund ihrer Abgase schwarzen Schnee hinterlassen würden. All die Tree Huggers da draußen, die sich in diesen Vorwürfen wiedererkennen, möchten wir an dieser Stelle beruhigen. So schlimm ist die Angelegenheit nicht. Zwar wollen wir nicht behaupten, dass die Ma­schi­nen gar keine Abgase produzieren und rosa Zu­cker­watte ausstoßen würden, doch sie un­terstehen sehr strengen Abgaskontrollen. Genau genommen gilt es, die Abgasnorm  „Stage 4/Tier IV final“ zu erfüllen. Die Raupen von Prinoth bestehen diese Norm jedenfalls locker und hinterlassen blü­ten­weißes Corduroy. Sauberer geht es kaum – es sei denn, einige von euch melden sich freiwillig bei Trampelkolonnen, wie sie in weiter Vergangenheit üblich waren, und tre­ten nach Liftschluss die Pisten wieder fest. Auch das würden wir selbstverständlich unterstützen. Freiwillige vor!

 

Sind frisch gewalzte Pisten wirklich tabu?

Unter Après-Ski-Enthusiasten ist sie sehr beliebt: die erste gewalzte Bahn auf der Talabfahrt nach Liftschluss. Gerade eben schlürfte man noch das letzte Radler auf der Hütte, um dann leicht angeheitert auf die Talabfahrt einzubiegen. „Angeheitert“ ist hier selbstverständlich auf die gute Stimmung auf der Hütte zu beziehen, die be­kanntlich sehr ansteckend sein kann. Doch das nur am Rande… Am Rande, genauer gesagt am Pistenrand, befindet sich meistens auch die erste frisch präparierte Bahn der Pistenraupe. Nicht nur Touristen stürzen sich auf dieses perfekte Stück Piste, um genüsslich zum nächsten Après-Ski-Stopp, der Schirmbar an der Talstation, zu schippern. Doch ist das überhaupt erlaubt? Hartnäckig hält sich die Behauptung, das frisch Gewalzte sei unantastbar. Pustekuchen! Raupenpi­loten versicherten uns, es sei kein Problem, ihre jüngste Arbeit zu genießen.

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Pininfarina designt Pistenraupen?

Es mag Leute geben, die einer Pistenwalze absolut nichts abgewinnen können. Technik-Fans hingegen verpasst sie so­gar eine leichte Gänsehaut. Als neutrale Person kann man sich schon von der massi­ven Ansammlung an Technik in solch einer Maschine beeindrucken lassen. Doch auch das Äußerliche der Maschinen wird von Pro­fis beigesteuert. Schließlich kann man Hun­derttausende Euros an Technik nicht in irgendeine Blechkiste stecken. Die markanten Linien der Prinoth-Karossen stammen beispielsweise aus den Federn der Designer der renommierten Designschmiede Pininfarina. So viel zum Thema „fette Walze“!

Tags : PistenbullyPistenraupe

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