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Afrika per Motorrad

Der Kalifornier Gary Conley weiß genau, wie du deinen Alltag hinter dir lässt und im Sattel deines Motorrads durch die Wüsten Afrikas cruist, hinter Dünen campst und einen einsamen Pointbreak nach dem anderen surfst. Uns hat er verraten, wie es geht.

Du brauchst Zeit!
Und zwar eine ganze Menge. Also denk erst gar nicht über diesen Trip nach, wenn du nur deine zwei oder drei Wochen Jahresurlaub dafür opfern willst. Ich habe gleich meinen Job gekündigt, um genügend Zeit zu haben. Am Ende hat mein Trip entlang der Westküste von Marokko bis Südafrika neun Monate gedauert.

Nach Monaten on the Road gleicht Gary einem Mad Max-Komparsen.
Nach Monaten on the Road gleicht Gary einem Mad Max-Komparsen

Es ist nicht die Paris-Dakar-Rallye!
Für die Tour musst du kein Motorradprofi sein. Wenn du dir zutraust, im ganz normalen Verkehr zurechtzukommen, schaffst du es fahrtechnisch auch durch Afrika, obwohl manche Straßen eher an langgezogene Schlammlöcher erinnern. Ich selbst hatte bis zu dem Trip auch nie eine eigene Maschine. Kleine Reparaturen musst du allerdings selbst erledigen können. Neben platten Reifen machte der Vergaser die meisten Probleme, der durch den ganzen Sand und Dreck ständig verstopft war. Ich wusste auch, dass ich in Afrika für meine Suzuki DR650 kaum Ersatzteile finden würde. Also habe ich alles mitgenommen: Ersatzreifen, Schläuche, Kabel, Bremsscheiben, Benzinfilter, Bremshebel, Kettenglieder, Ölfilter, Vergaserdüsen… Ansonsten in der Wüste nie vom Gas gehen! Sonst graben sich die Reifen zu leicht ein, und das Bike wieder frei zu schaufeln ist eine Knochenarbeit. Es hilft auch, etwas Luft aus den Reifen zu lassen und dein Gewicht nach hinten zu verlagern. Aber dieser Trick kann dir ganz schnell einen Platten bescheren, wenn auf einen Sandabschnitt eine Geröllpiste folgt.

Nicht immer läuft alles nach Plan.
Alltagsprobleme im Wüstensand

Auf Seite 2 geht’s weiter mit Solosessions und Gewehrsalven…

Tags : AfrikaGary ConleyMotorradSaharaSurfen

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