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7 Fragen… zum Surfen am Bodensee

5. Wie gut ist eine Bodenseewelle?

„Stell dir vor: Es gibt gute Wellen. Leider sind die wirklich magischen Tage nicht auf Fotos abgelichtet worden, weil keiner Lust hatte zu fotografieren. Von den mittelmäßigen Tagen gibt es dafür genug Bilder. Das mag ein wenig nach ‚Schöngerede‘ klingen, aber ich kann wirklich bezeugen, dass es – für einen See – ziemlich gute Surftage geben kann. Es wurden auch schon Newschool-Manöver oder echte Cutbacks auf Shortboards gezeigt. Aber natürlich ist das Surfen in Windwellen gewöhnungsbedürftig. Aber wir glauben, dass wir uns dadurch auch beim Surfen im Meer bei windigen Bedingungen verbessern konnten.“

Ein mittelmäßiger Tag im See ist immer noch besser als ein toller Tag im Büro. Foto: Emmanuel Epp
Ben, der Bruder von Emmanuel, fährt noch heute bei jedem „Swell“ das Seeufer auf der Suche nach dem besten Spot ab. Meistens wird er auch fündig… Foto: Emmanuel Epp

6. Bist du noch oft am See beim Surfen?

„Im Grunde war ich einer der Ersten von unserer kleinen Gruppe, der am See surfte. Aber vor circa drei Jahren habe ich aufgehört, immer an den See zu fahren. Einerseits verbringe ich inzwischen drei Monate pro Jahr am Meer und andererseits bin ich einfach zu oft umsonst an den See gefahren. Ich wohne ja 60 Kilometer entfernt in Kempten und manchmal brach da der totale Sturm los, während der Bodensee absolut flach blieb. Mein Bruder Ben und ein paar neu hinzugekommene Jungs surfen dort aber immer noch.“

7. Welche Besonderheiten gibt es noch beim Seesurfen?

„Wie sich herausstellte, funktioniert der Bodensee in vielen Dingen ähnlich wie das Meer. Zum Beispiel die verschiedenen Wasserstände. Wenn in Trockenzeiten der Wasserspiegel, ähnlich der Ebbe am Meer, sinkt, werden die Kiesbänke allesamt besser. Außerdem ist das Wasser dann oft glasglar. Und genauso wie am Meer gibt es am See auch Wellensets und Setpausen. Und wenn es lange gar keine Wellen gab, dann rollen in Konstanz und an anderen günstigen Kiesbänken bei Windstille Fährwellen: Sehr kleine, aber saubere Wellen (für dicke Longboards mit sehr kurzen Finnen, denn die Kiesbank ist flach). Allerdings jede Stunde nur eine.“

Ein mittelmäßiger Tag im See ist immer noch besser als ein toller Tag im Büro.
Ein mittelmäßiger Tag im See ist immer noch besser als ein toller Tag im Büro. Foto: Emmanuel Epp
Tags : Bodensee

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