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10 Gründe warum landlocked Surfer besser dran sind! 

Land, wo man auch hinsieht. Wellen hat hier maximal ungebügelte Kleidung. Und selbst die ist eher selten in Karriere-City. Von Land umgeben, weit weg vom Meer. Das Leben als Landlocked Surfer ist hart, die Schattenseiten stets präsent und die Sehnsucht nach Meer unbändig.

Weil das aber so ist und wir uns so sehr nach unserer Leidenschaft und der Befreiung sie zu entfalten sehnen, werden wir zu wahren Improvisateuren, Budgetern und meteorologischen Meistern, Trocken-Trainings-Freaks und Abenteurern. Wir sind die, die schon als Urlaubspiraten galten, bevor diese das Internet eroberten und den Sky schon nach Billigflügen scannten, als Skyscanner unseren Zielflughafen noch gar nicht gelistet hatte. Diejenigen, die die wahren Secretspots kennen, weil Magicseaweed den Swell nur im Meer misst. Neugierig?

Dann sind hier 10 Gründe, die eindeutig FÜR das landlocked Surfer -Life sprechen.

1. Unserer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Auf der Suche nach surfbarem, machen wir vor nichts Halt. Die Welle der Fähre am See ist zwar viel zu klein zum surfen, man sieht sie aber dennoch gerne an und träumt davon sie wäre surfbar.

Heftige Stürme erwecken Hoffnungen in uns! Dass ein stehendes Gewässer in Fahrt gebracht werden könnte kennt man eigentlich nur vom kalifornischen Lake Tahoe, aber warum eigentlich sollte das bei uns nicht gehen?

Und auch das sonst so flache Mittelmeer wird plötzlich in Erwägung gezogen. Denn, nach Italien ist ein Wochenendtrip (zumindest für die südlicher angesiedelten Surfer von uns) durchaus machbar. Und für alle nördlich gelegeneren kann Holland und Dänemark ein echter Depressionskiller sein.

Nicht zuletzt ist auch das Riversurfen für so Mancher eine Lösung! Bei der Suche nach Flusswellen sollte man in Österreich, Deutschland und der Schweiz auf jeden Fall fündig werden.

2. Flexibilität!

Ob Kanaren oder Molukken, fliegen müssen wir sowieso meistens! Wir haben also die Qual der Wahl aus all der wunderbaren Orte, von perfekten Wellen an paradiesischen Stränden, bis hin zu empty Line ups in arktischen Gewässern, alle Spots der Welt für unseren nächsten Surftrip in Erwägung zu ziehen. Unser Horizont ist nicht nur deshalb weiter und größer als der, der Meisten Surfer die vielleicht nur an einem Spot wohnen und surfen, sondern auch weil…

3. … wir durch das viele Reisen lernen! 

Und das nicht nur über verschiedene Wellen, Spots und Bedingungen, sondern auch über die Kulturen und Menschen der Länder, die wir besuchen. All das macht uns um einiges an Lebens- und Surferfahrung reicher.

4. Abenteuer! 

Nicht zu vergessen, die ganzen Abenteuer die wir auf Reisen erleben! Platte Reifen, verlorene Pässe, wilde Tiere, freundliche Locals, versteckte Plätze, verlassene Orte, unentdeckte Spots, spontane Barbecues mit Fremden die zu Freunden werden, Transportmittel die bei uns im Land gar keine sind, die Organisation von A nach B zu gelangen, und und und. Mal ehrlich, wer geniest die ganze Recherche und Organisation eines Trips nicht jedes Mal auf´s Neue? Und kaum ist man zurück im Landlocked Life, hat man doch schon wieder den nächsten Surftrip im Kopf.

5. DIY – Die „Do it yourself“ Aktionen mit Freunden

Du kommst zurück nach Hause packst deine Boardbag aus und stellst fest: Ding im Board. Diese verfluchten Airlines und ihr zumeist mieses Gepäckmanagement. Mist, und jetzt? Ein Ding Repair ist ja in den meisten Städten hierzulande Fehlanzeige. Aber den nächsten Trip will man auch nicht mit einem kaputten Brett beginnen. Also geht man zu Youtube Tutorials über oder holt sich Rat von Freunden. Die Materialien im Baumarkt besorgt, kann man das wunderbar auch im eigenen Garten reparieren. Ein paar Bier gegen helfende Hände von Surfer -freunden aus der Gegend und die Idee zum nächsten Trip ist ganz nebenbei auch schon in Arbeit!

6. Surf Movies

Wenn man seit Wochen, vielleicht sogar Monaten, nicht im Wasser war und dann ein ungesehenes Surf Edit seinen Weg kreuzt! Komme was wolle, der Abend ist dann reserviert. Im besten Fall eine Leinwand organisiert und die Leidensgenossen zum Public Viewing eingeladen, weil geteiltes Leid ja bekanntlich halbes ist. Und nach dem einen Neuen Film, müssen auch die alten nochmal geschaut werden. (Unser derzeitiger Tipp: ‚Proximity‘)

7. Surf-Communities 

Seit geraumer zeit, schießen die Surf Blogs und Communities regelrecht aus dem Boden. Tipps und Tricks, Erfahrungsaustausch und Berichterstattung, Video Blogs und Photo Gallerien. Also zumindest virtuell mangelt es einem als Landlocked Surfer nicht an verschiedenen Spots. Durch den regen Austausch in den ganzen Communities findet man dann ja vielleicht sogar auch neuen Anschluss. Die nützlichsten Surf Blogs, Facebook Gruppen und Youtube-Channel haben wir euch hier zusammengestellt.

8. Vorfreude ist und bleibt die schönste Freude

Ist der Trip geplant und alles in trockenen Tüchern, kann man sich endlich darauf freuen und erneut die verschiedenen Phasen der Vorfreude durchleben:

Phase eins ist beim heraussuchen des Spots und spätestens bei der Buchung abgeschlossen.

Phase zwei beginnt mit den kurzen Gedankenblitzen im Alltag. Da wir alle viel zu tun haben, dauernd beschäftigt und oft gestresst sind, rufen wir uns jetzt bei jeder Gelegenheit das Datum ins Gedächtnis, an welchem wir endlich unsere Boardbag packen und freuen uns somit täglich mehrmals am Tag!

In Phase drei ist man dann schon kurz vor Abreise! Die Vorbereitungen fangen an und sind schon bald in vollem Gange. Die Vorfreude mischt sich mit einem Hauch von Aufregung und Nervosität – und verursacht dieses abschließende Kribbeln im Bauch.

Ganz egal ob ein lang geplanter Trip oder ein spontaner bevor steht, diese wunderbaren Phasen hat man einfach immer!

9. Trainings- Methoden im Trockenen

Durch das viele Sitzen im Büro und die wenigen Sportarten an Land die die gleichen Muskeln, die zum Surfen benötigt werden, trainieren, werden wir auch kreativ in Sachen Trainingsmethoden.

Take Off Übungen am Boden können ein tolles Work out sein und dienen gleichzeitig der Surffitness. Paddeln auf dem Surfbrett am See mag zunächst vielleicht ein wenig enttäuschend sein, weil ja keine Wellen vorhanden sind, zahlt sich spätestens im Meer dann aber aus!

Schließlich macht man dann mehr Sport als man es von sich selbst erwartet hätte. Und das alles, weil man für den nächsten Trip natürlich fit sein will, um die gerade mal zwei Wochen die man meist nur hat nicht im Muskelkater-Leiden zu ertrinken.

10. Der Escape Place

Für uns wird das Surfen immer eine willkommene Abwechslung zum Alltag sein. Ein entfernter Platz, an den man fliehen kann, wenn zu Hause gerade mal wieder so gar nichts läuft. Ein Ort und Sport, in dem man sich dann wieder findet, neue Energien schöpft und von dem man erholter denn je zurück kommt. Ein Escape Place, der einen immer wieder aufs Neue zum Träumen anregt und inspiriert.

Und oft, wenn man dann zurück zu Hause ist, weis man umso mehr auch die Heimat wieder zu schätzen und erkennt erneut, wie gut es uns eigentlich geht. Denn das sollte man auch in seiner Misere als Landlocked Surfer nie vergessen!

Tags : Landlocked

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